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Einweihung der neuen Kanuinfrastruktur an der Werra


Tiefensee: „Gute Infrastruktur für attraktiven Wassertourismus“

Die Werra ist aufgrund ihrer Fließgeschwindigkeit ein beliebter Fluss fürs Kanufahren. Um das Wasserwandern in der Wartburgregion noch attraktiver zu machen, haben die Kommunale Arbeitsgemeinschaft Werra-Wartburgregion und die Gemeinde Gerstungen als Maßnahmenträger in den letzten beiden Jahren neue Ein- und Ausstiegsstellen, Rastplätze und Beschilderungen geschaffen. Die Investitionen von knapp 818.00 Euro unterstützte der Freistaat mit rund 576.000 Euro. Heute weihte Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee die neue Kanuinfrastruktur gemeinsam mit der Bürgermeisterin der Gemeinde Gerstungen, Sylvia Hartung ein.

„In unberührter Natur bietet die Werra zahlreiche Möglichkeiten fürs Wandern, Radwandern oder den Wassertourismus. Eine moderne und gut ausgebaute Infrastruktur ist deshalb wichtige Voraussetzung, um den Aufenthalt für Gäste attraktiv zu machen. Das Projekt leistet damit einen wichtigen Beitrag für den Wassertourismus in Thüringen“, betont Tiefensee.

Insgesamt wurde die Infrastruktur an 16 Standorten in den Abschnitten Barchfeld-Immelborn bis Dorndorf und Dankmarshausen bis Eisenach-Göringen ausgebaut. Neue Zugänge für das Ein- und Aussetzen der Kanus mit Handläufen zum Festhalten und Anleinen sind entstanden. An den sechs Wehranlagen erleichtern kürzere Wege, Transporthilfen oder Bootswagen künftig das Tragen der Kanus. In Merkers, Dankmarshausen und am Freibad Gerstungen wurden die Rastplätze mit überdachten Sitzgelegenheiten, Müllbehältern und Toiletten verbessert. Zudem wurde die Beschilderung auf den neusten Stand gebracht.

Das Projekt ist Bestandteil des Leitprojekts „Erlebnis Wasser“ der Werra-Wartburgregion und basiert auf den Empfehlungen der Studie „Wassertourismus in Thüringen“ des Wirtschaftsministeriums aus dem Jahr 2014. Danach sind für die wassertouristischen Entwicklungsmöglichkeiten vor allem die ganzjährig befahrbaren Strecken der Wasserwanderflüsse Saale, Werra und Unstrut von Bedeutung. Ziel ist es deshalb, die Infrastruktur entlang dieser Wasserwanderflüsse zu verbessern und auszubauen sowie die Strecken durchgängig nutzbar zu machen.

Die Werra schlängelt sich auf knapp 280 Kilometern mit einer angenehm trägen Fließgeschwindigkeit durch Thüringen und Hessen bis zur Oberweser in Niedersachsen. Befahrbar ist sie ab Themar in Südthüringen, ab Meiningen für Zweierkajaks und ab Bad Salzungen auch für Kanadier. Schlauchboote werden gern ab Creuzburg eingesetzt. Der Oberlauf und die bewegten Abschnitte der Werra eignen sich eher für geübte, ambitionierte Kanuten, während im weiteren Flussverlauf besonders Wasserwanderer mit Interesse auf ihre Kosten kommen. Entlang der Strecke gibt es verschiedene Anbieter für Kanu-, Floß- oder Schlauchboottouren.

Um die Attraktivität der Werraregion zu steigern, unterstützt das Wirtschaftsministerium derzeit auch den Neubau des Werratal-Radwegs zwischen Tiefenort und Merkers mit 760.000 Euro. Mit dem Neubau zwischen Bad Salzungen und Merkers wird der Radweg gerade für Familien mit Kindern noch einmal deutlich attraktiver. Denn hier soll der Radweg künftig direkt am Ufer der Werra statt über den Krayenberg führen. Der Werratal-Radweg führt als Fernradweg von den Werraquellen im Thüringer Wald bis zum Zusammenfluss von Werra und Fulda zur Weser in Hann. Münden (Niedersachsen). In Thüringen verbindet er auf 300 Kilometern zwischen Neuhaus a.R. und Lindewerra viele bekannte Orte und Sehenswürdigkeiten im Südwesten Thüringens.

Peggy Hoy
Stv. Pressesprecherin

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