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Feller: Sommersemester 2022 wieder mit Präsenzlehre


Rückkehr zu weitgehender Normalität an den Thüringer Hochschulen geplant / Digitale Lehrformate werden auch künftig genutzt

Mit dem Sommersemester 2022 werden Lehrveranstaltungen an den Thüringer Hochschulen weit überwiegend wieder als Präsenzveranstaltungen angeboten. Darauf haben sich die Thüringer Landespräsidentenkonferenz (TLPK) und das Thüringer Wissenschaftsministerium bei einem Gespräch heute geeinigt. „Wir wollen so früh wie möglich das Signal an Studierende und Lehrpersonal geben, dass wir ab dem Sommersemester auch an den Hochschulen wieder zu weitgehender Normalität zurückkehren“, sagte Thüringens Wissenschaftsstaatssekretär Carsten Feller. Dies sei wichtig, damit sich gerade die Studierenden rechtzeitig auf die neue Situation einstellen könnten – etwa im Hinblick auf die Suche nach einer geeigneten Unterkunft, etwaige Einreisebestimmungen bei ausländischen Studierenden usw. Das Sommersemester beginnt am 1. April 2022, die Vorlesungszeit je nach Hochschule etwa ein bis zwei Wochen später.

Hinsichtlich der derzeit noch geltenden Corona-Restriktionen geht Feller davon aus, dass diese – wie auch in anderen Bereichen – auf ein Mindestmaß zurückgefahren werden können. „Für den März werden wir die 3G-Regel an die Hochschulen übergangsweise noch aufrechterhalten – danach prüfen wir, ob diese Vorschrift komplett entfallen kann.“ Dies sei selbstverständlich abhängig von den Vorgaben des Bundes und der weiteren pandemischen Entwicklung. Allerdings sei derzeit davon auszugehen, dass man parallel zu den Lockerungen auf Bundes- und Länderbene auf strenge Zutrittsregelungen auch im Hochschulbereich verzichten könne; aufrechterhalten werden könnten dann lediglich noch Basisschutzmaßnahmen wie Maskenpflicht und Abstandsgebote. Weiterhin sei vorstellbar, dass gerade große Veranstaltungen wie Vorlesungen mit mehreren Hundert Hörerinnen und Hörern auch weiterhin online abgehalten werden.

Grundsätzlich würden die neuen digitalen Formate im akademischen Lehrbetrieb aber auch künftig einen festen Platz behalten, so der Staatssekretär weiter. „Digitale Lehrformate, digitale Literaturrecherche und Publikation, digitale Verwaltung – das alles hat durch Corona einen enormen Schub erfahren und wird die Hochschulen auch in Zukunft prägen.“ Zudem sei es bei dem guten Stand der Digitalisierung an den Hochschulen und den in den letzten beiden Jahren gewonnenen Erfahrungen jederzeit möglich, den Anteil digitaler Lehre jederzeit schnell wieder auszuweiten, wenn das aufgrund der pandemischen Entwicklung wieder notwendig werden sollte. „Es gibt inzwischen eine viel höhere digitale Flexibilität auch im Lehr- und Forschungsbetrieb, die wir jetzt auch für weitgehende Lockerungen nutzen können.“

Um seine Hochschulen auf dem Weg ins digitale Zeitalter zu unterstützen, hatte das Wissenschaftsministerium bereits 2017 die „Thüringer Strategie zur Digitalisierung im Hochschulbereich“ aufgelegt. Mit der aktuell beschlossenen Fortschreibung der Strategie stellt das Thüringer Wissenschaftsministerium bis 2025 mehr als 32,5 Millionen Euro speziell für die Digitalisierung an den Hochschulen bereit.

 

Stephan Krauß
Pressesprecher

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