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Forschungszentrum für Medizintechnik und Biotechnologie Bad Langensalza baut Infrastruktur aus


Förderung mit 543.000 Euro im Rahmen des Corona-Sonderförderprogramms „FuE-Schub“ für wirtschaftsnahe Forschungseinrichtungen

Das Forschungszentrum für Medizintechnik und Biotechnologie (fzmb) in Bad Langensalza erhält 543.000 Euro für Investitionen in Geräte- und digitale Infrastruktur. Die Förderung des fzmb ist Teil des im Februar aufgelegten Corona-Sonderförderprogramms „FuE-Schub“, im Rahmen dessen wirtschaftsnahe Forschungseinrichtungen Mittel für Digitalisierungsvorhaben und forschungsbezogene Geräteinfrastruktur beantragen können. „Die wirtschaftsnahen Forschungseinrichtungen liefern der Thüringer Wirtschaft den innovativen Input für die Verbesserung ihrer Produkte und Prozesse – und tragen gerade in der Corona-Krise dazu bei, die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen zu verbessern“, so Wirtschafts- und Wissenschaftsminister Wolfgang Tiefensee. „Mit der Sonderförderung wollen wir unseren Forschungseinrichtungen ermöglichen, auf die coronabedingten Anforderungen an die Infrastruktur schnell reagieren zu können.“  

Mit den Geldern investiert das fzmb etwa in Hardware und Software für Server und Netzwerk sowie ein Dokumentenmanagementsystem am Standort Bad Langensalza. Außerdem ist die Anschaffung eines Hochpräzisionsmikrodispenders (Flüssigkeitsdosierer) und komplementärer Geräteinfrastruktur geplant, um Forschungsarbeiten für neuartige digitale diagnostische Systeme gerätetechnisch abzusichern. So können etwa miniaturisierte sowie chip- und membranbasierte Systeme für den human- und veterinärdiagnostischen Sektor entwickelt und damit die Forschung und Entwicklung auf den Sektor der Mikrosystemtechnik erweitert werden.

Die Förderung ist Teil des Corona-Sonderförderprogramms „FuE-Schub“, im Rahmen dessen das Wissenschaftsministerium die wirtschaftsnahen Thüringer Forschungseinrichtungen mit zusätzlich fünf Millionen Euro bei der Anschaffung von Geräten, Ausstattungen und digitalen Infrastrukturen unterstützt. Die Projekte müssen einem der fünf Schwerpunkte der Thüringer Innovationsstrategie zuzuordnen sein. Die Mittel für das Programm „FuE-Schub“ stammen aus dem Corona-Sonderfonds, den das Land im vergangenen Jahr aufgelegt hatte. Für die Förderung der angewandten und wirtschaftsnahen Forschung und Technologie insgesamt stellt das Ministerium allein in diesem Jahr mehr als 250 Millionen Euro bereit.

Das fzmb in Bad Langensalza gehört mit ca. 7,1 Millionen Euro Gesamteinnahmen und ca. 100 Mitarbeitern zu den kleineren Wirtschaftsnahen Forschungseinrichtungen Thüringens. Im Rahmen seiner Förderrichtlinien hat der Freistaat Thüringen das fzmb in der letzten EU-Förderperiode (2014-2020) mit ca. 2,8 Millionen Euro unterstützt. Die neun wirtschaftsnahen Forschungseinrichtungen sind wichtige Akteure im Thüringer Innovationssystem und wurden in der zurückliegenden Förderperiode (2014-2020) insgesamt mit 31,7 Millionen Euro unterstützt. Sie sind im Forschungs- und Technologieverbund Thüringen (FTVT) zusammengeschlossen. Einen Überblick über die Institute finden Sie hier.
 

Peggy Hoy
Stv. Pressesprecherin

 

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