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Gründerwettbewerb „Get Started2gether“: 9 von 12 Start-ups pitchen sich zum Erfolg


Gewinner profitieren von Rundum-Betreuung durch wirtschaftsnahe Forschungseinrichtungen

Sechs Monate die komplette Infrastruktur einer Forschungseinrichtung nutzen, dazu Rundum-Betreuung durch erfahrene Wissenschaftler – dieses lukrative, deutschlandweit noch immer einmalige Paket bietet der Wettbewerb „getStarted2gether“ jungen Gründerinnen und Gründern in Thüringen. In der diesjährigen vierten Auflage des Wettbewerbs setzten sich neun von zwölf Gründer mit ihren Projekten durch und können nun von der halbjährigen Zusammenarbeit mit einer wirtschaftsnahen Forschungseinrichtung des Landes profitieren. Der mit 1.000 Euro dotierte Preis des Forschungs- und Technologieverbunds Thüringen e.V. (FTVT) wurde erstmals als Publikumspreis per Abstimmung vergeben. Er ging an die Coachwhisperer GmbH aus Jena.

Das Start-up hatte das Projekt „Coachwhisperer Real-Time Interaction“ vorgestellt. Dahinter verbirgt sich eine umfassende Lösung für den Mannschaftssport. Der „Coachwhisperer“ gilt sowohl als ein innovatives Werkzeug zur Digitalisierung und Optimierung des Trainings als auch als passende Coaching-App zur Unterstützung des Trainerstabs. Geschäftsführer Philipp Zacher hatte das Publikum der Wettbewerbsveranstaltung, die am Institut für Angewandte Bauforschung Weimar (IAB) ausgetragen wurde, mit der charismatischsten und lebendigsten Präsentation des Tages überzeugt.

Insgesamt beteiligten sich diesmal zwölf Start-ups mit ihren Beiträgen und hatten dabei maximal zehn Minuten Zeit, um die Jury vom Potenzial ihrer Geschäftsidee zu überzeugen. Die Bandbreite reichte von Angeboten für die Bauindustrie und die Fahrzeugbranche über die Optische Industrie bis hin zum Lebensmittel- oder dem Biotechnologie-Sektor. Projektthemen waren u.a. miniaturisierte Kameralösungen, neue Wärmespeichermaterialien, Kunststoffpulver für den 3D-Druck, ein Vergaserofen für Biomasse, Fahrermonitorsysteme oder antibakterielle Produkte. Am Ende setzten sich neun der zwölf Start-ups durch:

Firma

Thema

Forschungseinrichtung

modern camera designs GmbH, Jena
(Dr. Frank Wippermann)

 

Good Lens Shape

Entwicklung und Serienfertigung innovativer miniaturisierter Kameralösungen

Innovent Jena

ING3D Forschung, Kölleda

(David Manjura)

 

Produktentwicklung auf Basis des MDLS-Verfahrens

Forschung und Entwicklung von 3D-Druckmethoden für mineralische Werkstoffe

IAB Weimar

Coachwhisperer GmbH, Jena

(Phillip Zacher)

 

Coachwhisperer Real-Time Interaction

Gesamtlösung mit Tracker, Trackerbox, Trageweste, innovatives Hörgerät

CiS Erfurt

Lean Plastics Technologies GmbH, Ilmenau

(Matthias Düngen)

 

Funktionalisierte Kunststoffpulver für den 3D-Druck

Verfahren zur Pulverisierung von thermoplastischen Kunststoffen, das die additive Fertigung massentauglich macht

TITK Rudolstadt

eCeramix GmbH, Ilmenau

(Nam Gutzeit)

 

Multifunktionaler Plasma-Deckel

Deckel/Gerät zur Entkeimung von Zellkulturen (ohne Antibiotika oder  Antimykotia)

 

Innovent Jena

LT BIOTECH DE UG, Erfurt

(Markus Danz)

 

Biozide Baustoffe

biotechnologische Beschichtungen (Masken)

IAB Weimar

4Pilots GmbH, Jena

(Hannes Glaser)

 

4Pilots - intelligent driver monitoring

intelligentes Fahrermonitorsystem (Sensorik und KI) zum Nachrüsten von Fahrzeugen aller Art

CiS Erfurt

Dynamic42 GmbH, Jena

(Dr. Martin Raasch)

 

Nachstellung der Atmungsmechanik in einem humanen Lungenmodell für die Wirkstofftestung

Entwicklung und Vermarktung humaner Immun-Kompetenter Organmodelle im Biochipformat

 

Innovent Jena

Robust AO GmbH, Jena

(Claudia Reinlein)

 

Zwobbel

Nachrüstkomponente für Lasermaterialbearbeitung

ifw Jena

 

Thüringens Wirtschafts- und Wissenschaftsminister Wolfgang Tiefensee hatte die Veranstaltung mit dem neuen FTVT-Vorsitzenden Dr. Ulrich Palzer eröffnet. „Mit dem Wettbewerb bieten wir jungen Gründern die Möglichkeit, von der Infrastruktur und Expertise einer etablierten Forschungsgemeinschaft zu profitieren“, betonte Tiefensee. „Durch die enge Zusammenarbeit von Gründern und Forschungsinstituten können gute Produktideen von Anfang an zu einem höheren technischen Reifegrad gebracht werden.“ Dies erleichtere es, privates Beteiligungskapital zu akquirieren oder das Produkt auf dem Markt zu platzieren. Die Auswertung der ersten drei Wettbewerbsrunden belegen laut Tiefensee eine Beschleunigung bei den Produktentwicklungen oder der Weiterentwicklung der Geschäftsidee. Das Format habe Alleinstellungscharakter im Vergleich der Bundesländer.

FTVT-Vorsitzender Dr. Ulrich Palzer – am Donnerstag auch als Direktor des IAB Weimar der Gastgeber – war hoch zufrieden mit dem Verlauf der
4. Runde. „Die Zahl der Interessenten lag nochmals deutlich über jener der letzten Veranstaltungen. ‚getStarted 2gether‘ ist weiterhin ein voller Erfolg“, konstatierte Palzer. „Die Wettbewerbsbeiträge dokumentierten erneut hohen Innovationsgehalt und Marktpotenzial in den verschiedensten Bereichen. Die erfolgreichen Unternehmen können nun von der Accelerator-Funktion unseres Wettbewerbs profitieren – damit wird das Wachstum ihres vorhandenen Geschäftsmodells spürbar beschleunigt.“

„getStarted2gether“ ist ein Gemeinschaftsprojekt des Forschungs- und Technologieverbunds Thüringen (FTVT), zugleich Landesvertretung der Zuse-Gemeinschaft, mit dem Thüringer Wirtschaftsministerium. Der FTVT ist der Zusammenschluss der zehn wirtschaftsnahen Forschungseinrichtungen des Freistaats. Seit seinem Start 2019 richtet sich getStarted2gether an technologieorientierte Gründer und Gründerteams aus Wirtschaft und Wissenschaft, die für die Weiterentwicklung ihres Vorhabens das Equipment einer wirtschaftsnahen Forschungseinrichtung nutzen wollen. Zur Förderung der erfolgreichen Teilnehmer stellt das Land für die vierte Runde insgesamt eine Million Euro zur Verfügung, mit der die Betreuung durch die wirtschaftsnahen Forschungseinrichtungen finanziert wird. In den ersten drei Runden wurden insgesamt 21 Projekte mit einem Gesamtvolumen von 1,67 Millionen Euro gefördert.

 

Kontakt:

Forschungs- und Technologieverbund Thüringen e.V. (FTVT):

Dr. Matthias Schulze, Geschäftsführer, Tel.: +49 3643 8684198 oder +49 157 74728484

 

Thüringer Wirtschaftsministerium:

Stephan Krauß
Pressesprecher

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