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Günter-Köhler-Institut für Fügetechnik und Werkstoffprüfung erweitert Infrastruktur


Förderung mit 550.000 Euro im Rahmen des Corona-Sonderförderprogramms „FuE-Schub“ für wirtschaftsnahe Forschungseinrichtungen

Das Günter-Köhler-Institut für Fügetechnik und Werkstoffprüfung (ifw) mit Sitz in Jena erhält 550.000 Euro für die Erweiterung seiner Infrastruktur und Investitionen in Digitalisierungsvorhaben. Die Förderung des ifw Jena ist Teil des im Februar aufgelegten Corona-Sonderförderprogramms „FuE-Schub“, im Rahmen dessen wirtschaftsnahe Forschungseinrichtungen Mittel für Digitalisierungsvorhaben und forschungsbezogene Geräteinfrastruktur beantragen können. „Moderne technische Infrastruktur ist eine wichtige Voraussetzung für die Forschungskraft unserer Forschungseinrichtungen und letztendlich auch die Wettbewerbsfähigkeit Thüringer Unternehmen“, so Wissenschaftsstaatssekretär Carsten Feller heute bei seinem Besuch des ifw. „Mit der aktuellen Sonderförderung wollen wir die Bedeutung dieser Forschung unterstreichen und die dafür notwendige Ausstattung befördern.“

Die Fördermittel investiert das ifw in eine Laserschmelzanlage sowie ein Infrarotstrahldiagnostiksystem für additive Fertigung (3D-Metalldruck). Damit können Fertigungsparameter, wie die Laserleistung oder Scangeschwindigkeit zukünftig gezielt und automatisiert für neue Materialien angepasst werden. Darüber hinaus investiert das Institut in seine Digitalisierung: Zum einen sollen die Arbeitsplätze und Maschinen digitalisiert und zum anderen darauf aufbauend ein Industrie-4.0-Demonstrationssystem realisiert werden. Damit rüstet sich das ifw auch für zukünftiges digitales und mobiles Arbeiten, beispielweise während der aktuellen Corona-Pandemie.

Die Förderung ist Teil des Corona-Sonderförderprogramms „FuE-Schub“, im Rahmen dessen das Wissenschaftsministerium die wirtschaftsnahen Thüringer Forschungseinrichtungen mit zusätzlich fünf Millionen Euro bei der Anschaffung von Geräten, Ausstattungen und digitalen Infrastrukturen unterstützt. Die Projekte müssen einem der fünf Schwerpunkte der Thüringer Innovationsstrategie zuzuordnen sein. Die Mittel für das Programm „FuE-Schub“ stammen aus dem Corona-Sonderfonds, den das Land im vergangenen Jahr aufgelegt hatte. Für die Förderung der angewandten und wirtschaftsnahen Forschung und Technologie insgesamt stellt das Ministerium allein in diesem Jahr mehr als 250 Millionen Euro bereit.

Die ifw Gmbh in Jena-Göschwitz gehört mit ca. 8,3 Millionen Euro Gesamteinnahmen und ca. 84 Mitarbeitern zu den mittelgroßen Wirtschaftsnahen Forschungseinrichtungen Thüringens. Im Rahmen seiner Förderrichtlinien hat der Freistaat Thüringen die GFE in der letzten EU-Förderperiode (2014-2020) mit ca. 2,7 Millionen Euro unterstützt. Die neun wirtschaftsnahen Forschungseinrichtungen sind wichtige Akteure im Thüringer Innovationssystem und wurden in der zurückliegenden Förderperiode (2014-2020) insgesamt mit 31,7 Millionen Euro unterstützt. Sie sind im Forschungs- und Technologieverbund Thüringen (FTVT) zusammengeschlossen. Einen Überblick über die Institute finden Sie hier.

 

Peggy Hoy
Stv. Pressesprecherin

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