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Nichtstaatliche Medizinische Hochschule siedelt sich in Thüringen an


HMU Health and Medical University bietet in Erfurt künftig Studiengänge im Gesundheitsbereich an – von Humanmedizin bis Hebammenkunde / Wissenschaftsminister Tiefensee übergibt Bescheid zur staatlichen Anerkennung

Erfurt wird Sitz der nichtstaatlichen medizinischen Hochschule HMU Health und Medical University (HMU). Das teilten Thüringens Wissenschaftsminister Wolfgang Tiefensee und die Geschäftsführerin der HMU Health and Medical University GmbH, Ilona Renken-Olthoff, heute mit. Die medizinische Hochschule bietet in der thüringischen Landeshauptstadt künftig sowohl universitäre als auch fachhochschulische Studiengänge an: Humanmedizin, Psychologie, Psychotherapie und Hebammenkunde. Die Ausbildung in Erfurt soll voraussichtlich bereits zum Sommersemester 2022 starten. Tiefensee übergab zugleich den Bescheid zur staatlichen Anerkennung der HMU. Die Anerkennung ist notwendig, um in Thüringen eine Hochschule betreiben zu können.

„Die Ansiedlung der HMU stärkt Erfurt als Hochschulstandort und trägt gleichzeitig dazu bei, den wachsenden Bedarf an Medizinern und Gesundheitsfachkräften in Thüringen und Deutschland zu decken“, sagte Minister Tiefensee. Neben dem klaren Bekenntnis zur staatlichen Hochschulausbildung – die sich im Freistaat in einer seit Jahren steigenden Hochschulfinanzierung ausdrücke – seien deshalb in Thüringen auch private Hochschulen jederzeit willkommen. Diese könnten gerade in Bereichen mit hoher Nachfrage nach Studienplätzen und hohem Bedarf an Absolventinnen und Absolventen wie etwa in der Humanmedizin oder der Hebammenkunde zusätzliche Angebote machen. Derzeit sind bereits die SRH Hochschule für Gesundheit in Gera und die IU Internationale Hochschule in Erfurt als nichtstaatliche Hochschulen im Freistaat tätig.

Die HMU Erfurt ist Teil einer privaten Hochschulgruppe mit mehr als 7.000 Studierenden, zu der die Medical School Berlin (MSB), die Medical School Hamburg (MSH) und eine Managementhochschule gehören. Alle Hochschulen der Gruppe sind durch den Deutschen Wissenschaftsrat (WR) akkreditiert. Gegründet wurde die HMU 2019 in Potsdam. Mit Sitzverlegung nach Erfurt werden ab Sommersemester 2022 auch hier die Studiengänge Humanmedizin und Psychologie, ab dem Wintersemester 2022/23 die Hebammenausbildung und ab dem Wintersemester 2023/24 der Studiengang Psychotherapie angeboten. Der Studien- und Forschungsstandort der HMU mit bereits über 500 Studierenden in der brandenburgischen Landeshauptstadt Potsdam wird auch künftig ausgebaut und weiterentwickelt.

Zum Standort der HMU in Erfurt laufen derzeit noch letzte Abstimmungen. Kooperationskrankenhaus der HMU in Thüringen ist das Erfurter Helios-Klinikum. Der Ärztliche Direktor des Klinikums, Prof. Dr. med. Thomas Steiner: „Lehre und Forschung wieder fest an unserem Campus zu verankern, dieser Gedanke leitet uns seit langem. Mit der HMU haben wir nun einen leistungsstarken und erfahrenen Partner an unserer Seite, der mit uns den durch den Deutschen Wissenschaftsrat akkreditierten Studiengang Humanmedizin in Erfurt etablieren möchte. Das Helios Klinikum Erfurt bietet als Maximalversorger und mit seinen renommierten Experten in mehr als 30 Fachbereichen beste Voraussetzungen, um diese Vision zu verwirklichen. Gleichzeitig sprechen wir uns ausdrücklich für eine Fortsetzung unserer jahrelangen und erfolgreichen Kooperation mit dem Universitätsklinikum Jena aus.“

Die Geschäftsführerin der HMU, Ilona Renken-Olthoff, hat selbst viele Jahre in Thüringen gelebt und an der ehemaligen Pädagogischen Hochschule studiert. In Gera betreibt sie seit 1994 Berufsfachschulen zur Ausbildung in den Gesundheitsberufen. „Es ist mir ein ganz persönliches Anliegen, mit dem Sitz der HMU in Erfurt ein Zeichen für die akademische Ausbildung von Gesundheitsfachkräften in Thüringen zu setzen, insbesondere von Medizinern. Und es ist für mich auch ein emotionaler Moment, die bundesweite Erfolgsgeschichte meiner Hochschulgruppe auch am Standort Erfurt gemeinsam mit unserem langjährigen Klinikpartner Helios weiter zu schreiben“, so Ilona Renken-Olthoff.


Stephan Krauß
Pressesprecher, Referatsleiter

 

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