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Tiefensee mit Thüringer Delegation in der Öresund-Region


Stationen: Kopenhagen, Malmö, Lund und Helsingborg / „Kooperation mit starken innereuropäischen Märkten ausbauen“

Eine gut 20-köpfige Thüringer Delegation unter Leitung von Wirtschafts- und Wissenschaftsminister Wolfgang Tiefensee startet heute in die Öresund-Region. Stationen der Reise, die vom 7. bis 12. November dauert, sind Kopenhagen, Malmö, Lund und Helsingborg. Ziel ist eine Vertiefung der wirtschaftlichen und wissenschaftlichen Zusammenarbeit mit beiden Ländern. Auf dem Programm stehen politische Gespräche, Treffen, branchenspezifische Workshops und Networking-Veranstaltungen sowie Besuche von Unternehmen und Forschungseinrichtungen. Die Reise steht unter dem Motto „Wirtschaftlicher Erfolg durch Nachhaltigkeit und Innovation: der skandinavische Weg“. „Es geht darum, jetzt die Kooperation mit starken, innereuropäischen Märkten auszubauen“, sagte Tiefensee.

„Die Unternehmen der Region haben starke Wirtschaftscluster in der IT- sowie der Medizin- und Umwelttechnik, die thematisch viele Anknüpfungspunkte für Thüringer Unternehmen, Forschungseinrichtungen bieten, so Tiefensee weiter. „So zählen die beiden im Verhältnis zwar zu den kleinen, aber dennoch starken und innovativen Märkten, die auch aufgrund ihrer Nähe wichtige Handelspartner Deutschlands sind. Gerade in den Bereichen Nachhaltigkeit, Digitalisierung und innovativer Technologien kann Thüringen von Dänemark und Schweden nicht nur lernen, sondern es bestehen auch zahlreiche Anknüpfungspunkte zu Technologieunternehmen und Forschungseinrichtungen im Freistaat“, betont Tiefensee. So belege etwa Dänemark als kleinerer EU-Staat mit seinem Bruttoinlandsprodukt (BIP) pro Kopf von knapp 54.000 Euro Platz drei in der EU. Auch im Krisenjahr 2020 ging die Wirtschaftsleistung nur gering zurück. Hier seien auch Strategien für eine schnelle Überwindung der Krisenfolgen interessant, so der Minister.

In Kopenhagen stehen Gespräche mit den Dänischen Wissenschafts- und Industrieministerium sowie der Digitalisierungsbehörde, ein Besuch des Energieunternehmens Ørsted sowie ein Treffen mit dem Life Science Cluster Medicon Valley Alliance auf dem Programm. Bei einem Workshop mit der not-for-profit-Organisation „State of Green“ werden Beispiele für dänische Lösungen für die globalen Herausforderungen in Bezug auf Energie, Wasser, Städte und Kreislaufwirtschaft präsentiert und diskutiert. In Malmö und Lund folgen politische Gespräche mit der Stadt Malmö sowie der Besuch eines Business Inkubators. Beim Besuch des Unternehmens „Elonroad Electric Road System“, das Infrastruktur für Elektroautos entwickeln, tauscht sich die Delegation zudem mit der Schwedischen Energiebehörde und dem Cluster Cleantech Scandinavia aus. Im Anschluss folgen Gespräche in den größten Forschungseinrichtungen Schwedens „Max IV Labor“ und zu „e-Health“ im Medicon Village. In Helsingborg stehen Lösungen alternativer Mobilität sowie die Besichtigung des nachhaltigen Viertels Drottninghög auf dem Programm.

Die Öresund-Region ist das innovative Zentrum von Dänemark und Schweden. Dabei kann der Freistaat an langjährige etablierte Beziehungen zu beiden Ländern anknüpfen: So ist seit 2015 der Import aus Dänemark nach Thüringen stetig gewachsen; mit rund 235 Millionen Euro Einfuhren im Jahr 2020 rangiert das Land damit auf demselben Niveau wie die USA. Der Export von Waren nach Dänemark liegt bei 185 Millionen Euro. Laut LEG-Unternehmensdatenbank unterhalten 227 Thüringer Unternehmen Exportbeziehungen nach Dänemark. Zudem unterhalten 13 dänische Unternehmen Beteiligungen an Thüringer Unternehmen. Mit rund 192 Millionen Euro Export im Jahr 2020 und 237 Thüringer Unternehmen mit Exportbeziehungen nach Schweden liegt das Land etwa gleichauf mit Dänemark. Drei Thüringer Unternehmen sind an Schwedischen Unternehmen beteiligt. Als wirtschaftlich bedeutendstes Land im Norden Europas verfügt Schweden über starke Industriezweige mit einem hohen Bedarf an Ausrüstungsgütern, Maschinen und anderen technischen Produkten.

Die Thüringer Delegation umfasst Vertreter von Thüringer Technologieunternehmen sowie aus Wissenschaft und Forschung. Mit dabei sind auch die Hochschulen Schmalkalden, Nordhausen, Jena und Ilmenau, die Stiftung für Technologie, Innovation und Forschung Thüringen (STIFT) sowie die bm-t beteiligungsmanagement thüringen gmbh. Organisiert und begleitet wird die Reise auch durch den Bereich „Thüringer International“ der Landesentwicklungsgesellschaft Thüringen (LEG).
 

Peggy Hoy
Stv. Pressesprecherin

 

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