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Tiefensee zu Ergebnissen des CHE-Hochschulrankings 2021: Bestätigung für erfolgreiche Wissenschaftspolitik des Landes


Gute Studienbedingungen und Spitzenplätze in naturwissenschaftlich-technischen Studienrichtungen

Thüringens Wissenschaftsminister Wolfgang Tiefensee hat die Ergebnisse des CHE-Hochschulrankings als Beleg für die erfolgreiche Wissenschaftspolitik des Landes gewertet. Die Analyse, die die Studienbedingungen an 300 Hochschulen im deutschsprachigen Raum unter die Lupe nahm, bescheinigt Thüringen u.a. eine „sehr gute Unterstützung von Studierenden am Studienanfang“ und weist zudem besondere Spitzenplätze – etwa der Universitäten Jena und Ilmenau im Fach Physik – auf. „Thüringen ist als Hochschulstandort hochattraktiv und deshalb interessant für Studierende wie für qualifizierte Forscherinnen und Forscher gleichermaßen“, sagte Tiefensee heute in Erfurt. „Die Verbindung aus jährlich steigender Hochschulfinanzierung, Schaffung eines guten Lern- und Lebensumfelds für Studierende vom ersten Tag an sowie der frühzeitig aufgelegten Digitalisierungsstrategie trägt hier ihre Früchte.“ (Zu den Ergebnissen des Rankings für Thüringen geht es hier.)

Damit hätten sich die Thüringer Hochschulen gerade auch in der Corona-Krise als robust und flexibel erwiesen, sagte Tiefensee. Beigetragen zu der erfolgreichen Entwicklung der letzten Jahre hat aus seiner Sicht nicht zuletzt die verlässliche Hochschulfinanzierung durch das Land, die mit der im Herbst 2020 unterzeichneten „Rahmenvereinbarung V“ fortgesetzt wird. Insgesamt stellt Thüringen im Zeitraum bis 2025 knapp 2,7 Milliarden Euro für seine Universitäten, Fachhochschulen, die Musikhochschule und die Duale Hochschule bereit – ein kumulierter Aufwuchs um 302 Millionen Euro gegenüber 2020. „Der Mittelaufwuchs von vier Prozent jährlich ist ein klares politisches Bekenntnis des Landes zum Wissenschaftsstandort Thüringen“, betonte Tiefensee. „Trotz schwieriger Zeiten hat Thüringen mit diesem Kraftakt eine langfristig sichere Perspektive für seine Hochschulen geschaffen.“ Ergänzt wird dieses Vorgehen durch die Umsetzung der Bund-Länder-Vereinbarung zum Zukunftsvertrag „Studium und Lehre stärken“. Hier erhalten die Hochschulen des Landes allein in diesem Jahr Bundesmittel in Höhe von über 50 Millionen Euro.

Daneben hatte das Wissenschaftsministerium im Jahr 2015 ein Wohnheimsanierungsprogramm aus der Taufe gehoben und bietet Studienanfängerinnen und Studienanfängern aus einkommensschwachen Familien seit diesem Sommersemester eine Studienstarthilfe in Höhe von 500 Euro an. Bereits seit 2018 läuft zudem die „Thüringer Strategie zur Digitalisierung im Hochschulbereich“, die das Land mit den Hochschulen abgestimmt hat. Im Zuge der laufenden Umsetzung dieser Strategie haben die Hochschulen seitdem rund 3,5 Millionen Euro zur Digitalisierung in Forschung und Lehre erhalten. Zusätzlich dazu hatte das Land in der aktuellen Corona-Krise unbürokratisch weitere fünf Millionen Euro in den beiden „Sonderfonds Digitale Lehre“ I (2020) und II (2021) bereitgestellt. „Thüringen hat frühzeitig damit begonnen, die Grundlage für eine durchgreifende Digitalisierung von Forschung und Lehre zu legen, auf der wir jetzt in der Krise und für die Zukunft aufbauen können“, so Tiefensee.

Hintergrund:

Trotz coronabedingt gesunkener Studienanfängerzahlen sind die Studierendenzahlen in Thüringen insgesamt gestiegen. So waren im Wintersemester 2020/21 insgesamt 50.700 Studierende an den Thüringer Hochschulen des Landes eingeschrieben – 1,9 Prozent mehr als im vorhergehenden Wintersemester. Zugleich war die Zahl der Studienanfänger im ersten Hochschulsemester allerdings von 9.400 auf 8.756 und damit um 7,1 Prozent gesunken. Zurückzuführen ist dieser Rückgang insbesondere auf die gesunkene Zahl von Studienanfängern aus dem Ausland: Hatten sich im Wintersemester 2019/20 noch 2.337 ausländische Studierende erstmals an einer Thüringer Hochschule eingeschrieben, waren es im letzten Wintersemester nur noch 1.651. Das entspricht einem Minus von 686 Personen bzw. von knapp 30 Prozent. „Der Einbruch bei den Studienanfängern war erwartbar und ist letztlich niedriger ausgefallen als befürchtet“, so Tiefensee. Insgesamt habe Thüringen seine Position im Wettbewerb der Hochschulstandorte auch in der Coronakrise durch eine gute Mischung aus Präsenz- und digitalen Lehrangeboten behaupten können.


Stephan Krauß
Pressesprecher, Referatsleiter

 

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