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Wissenschaftsministerium unterstützt Ausbau digitaler Lehre an Thüringer Hochschulen


Sonderfonds über 2,8 Millionen Euro aufgelegt

Angesichts der anhaltenden Corona-Pandemie stellt das Thüringer Wissenschaftsministerium auch in diesem Jahr zusätzliche Mittel für mehr Digitalisierung an den Thüringer Hochschulen bereit. Dazu werde der Sonderfonds „Digitale Hochschullehre II“ mit nochmals 2,8 Millionen Euro zum Ausbau digitaler Lehrformate aufgelegt, sagte Thüringens Wissenschaftsminister Wolfgang Tiefensee heute in Erfurt. Die Hochschulen hätten die Umstellung auf ein überwiegend digitales Lehrangebot im vergangenen Jahr gut gemeistert, so der Minister. „Allerdings wird die gewohnte Präsenzlehre auch in naher Zukunft nur sehr eingeschränkt möglich sein“, so Tiefensee. Damit gewinne die Digitalisierung von Lehr-, Praktikums- und Forschungsangeboten auch weiterhin enorm an Bedeutung – und spiele im nationalen und internationen Wettbewerb um Studierende eine immer größere Rolle. „Mit dem Sonderfonds wollen wir die Hochschulen deshalb unterstützen, solche Lehrangebote in der nötigen Breite und Qualität vorzuhalten.“ Bereits im vergangenen Jahr hatte das Wissenschaftsministerium zusätzlich und unbürokratisch 2,2 Millionen Euro für den Ausbau der akademischen Online-Angebote bereitgestellt. Diese Mittel waren Ende 2020 bereits zu mehr als 90 Prozent ausgeschöpft.

Die Mittel aus dem Sonderfonds dienen insbesondere dazu, Vorlesungen und Seminare digital abzuhalten, neue digitale Lehrformaten zu entwickeln, die dafür notwendigen zusätzlichen Lehraufträge zu vergeben und geeignete Lehrbeauftragte und studentische Hilfskräfte zu gewinnen. Mit den Mitteln soll zudem die großflächige Etablierung und Umsetzung von digitalen Prüfungen sowie weitere Investitionen in die Sicherheitsarchitektur digitaler Lehre unterstützt werden.

Das Wissenschaftsministerium hat bereits im Jahr 2018 die „Thüringer Strategie zur Digitalisierung im Hochschulbereich“ vorgelegt. Allein im Rahmen dieser Strategie hat das Land den Hochschulen seitdem fast 3,5 Millionen Euro für die Digitalisierung in Forschung und Lehre zur Verfügung gestellt. „Ziel all dieser Maßnahmen ist es, den Thüringer Studierenden digitale Lehrangebote in möglichst großem Umfang zur Verfügung zu stellen“, sagte Wissenschaftsminister Tiefensee. Damit sollen auch die Voraussetzungen dafür geschaffen werden, Prüfungsleistungen in digitaler Form zu erbringen, sofern dies mit den Prüfungsinhalten vereinbar ist.

Die Mittel aus dem Sonderfonds „HochschullehreDigital-Extra II“ stammen aus Mitteln des Hochschulpakts 2020 und werden folgendermaßen auf die Thüringer Hochschulen aufgeteilt:

   Hochschule

     Mittel Sonderfonds (in Euro)

   Universität Erfurt

      250.000

   Technische Universität Ilmenau

      250.000

   Friedrich-Schiller-Universität Jena

      750.000

   Bauhaus-Universität Weimar

      250.000

   Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar

      200.000

   Fachhochschule Erfurt

      250.000

   Ernst-Abbe-Hochschule Jena

     250.000

   Hochschule Nordhausen

      200.000

   Hochschule Schmalkalden

      200.000

   Duale Hochschule Gera-Eisenach

      200.000

   Gesamt

   2.800.000



Stephan Krauß
Pressesprecher, Referatsleiter

 

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