„Chancen und Risiken“: Tiefensee zur heute beschlossenen Abspaltung der Siemens Energy AG von der Siemens AG


Das Geschäftsfeld Energietechnik des Siemens-Konzerns wird abgespalten und zusammen mit der Beteiligung am Windkrafthersteller Siemens Gamesa in eine eigenständige Gesellschaft – die Siemens Energy AG – überführt. Das wurde heute auf einer außerordentlichen Anteilseigenerversammlung in München mit deutlicher Mehrheit beschlossen. Dazu erklärt Thüringens Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee:

„Die Ausgliederung der Siemens-Energiesparte mit ihren weltweit 80.000 Beschäftigten war bereits im vergangenen Jahr angekündigt worden und wird nun endgültig vollzogen. Dieser Schritt kommt also nicht überraschend. Er bietet Chancen, aber auch Risiken.

Eine Chance besteht darin, das gesamte Energiegeschäft von Siemens weiterzuentwickeln und wettbewerbsfähiger zu machen. Der globale Wandel der Energiesysteme weg von den fossilen, hin zu den regenerativen Energieträgern ist in vollem Gange. Als eigenständiger Energiekonzern kann sich Siemens Energy besser auf diesen Wandel einstellen und ihn aktiv gestalten. Vorbild könnte die schon früher erfolgte Abspaltung der Gesundheitstechnik-Sparte sein, die insgesamt erfolgreich verlaufen ist. Aus Thüringer Sicht ist außerdem hervorzuheben, dass die heute endgültig beschlossenen Strukturveränderungen auch die Voraussetzung dafür waren, dass das Generatorenwerk Erfurt im Siemens-Verbund verbleibt. Der früher einmal geplante Verkauf des Standorts ist damit endgültig vom Tisch.

Natürlich gibt es auch Risiken, sie liegen in der Tatsache, dass Siemens Energy nicht mehr die Größe und Durchschlagskraft des bisherigen Gesamtkonzerns hat und damit weniger widerstandsfähig gegen schnelle Marktveränderungen ist.

Als Land unterstützen wir dennoch den neuen Kurs einer eigenständigen Siemens Energy AG hin zum globalen Energietechnik-Anbieter und werden die weitere Entwicklung von Siemens hier in Thüringen eng begleiten. Oberste Priorität hat für uns dabei, dass im Zuge der Weiterentwicklung von Siemens Energy Standorte und Werke erhalten bleiben und kein weiterer signifikanter Beschäftigungsabbau stattfindet.“
 

Stephan Krauß
Pressesprecher, Referatsleiter

 

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