COVID-19: Bei Absage von Kulturveranstaltungen: Touristische Marketingmittel werden nicht zurückgefordert


Tiefensee: Festivalveranstalter unterstützen – Ermessensspielräume in der Förderung nutzen

Fördergelder für die touristische Vermarktung von Festivals und anderen Kulturveranstaltungen, die aufgrund der Corona-Krise abgesagt werden müssen, werden nicht zurückgefordert. Das hat Thüringens Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee klargestellt. „Die wirtschaftliche Existenz vieler Thüringer Festivalveranstalter steht auf dem Spiel“, sagte Tiefensee heute in Erfurt. „Um sie zu unterstützen, werden wir die vorhandenen Ermessensspielräume in der Tourismusförderung vollständig nutzen.“
 
Von Absagen betroffen sind aktuell das Arnstädter Bachfestival und die Thüringer Bachwochen. Zur Bewerbung beider Veranstaltungen sind mehr als 130.000 Euro an Fördermitteln aus dem Landesprogramm Tourismus geflossen. Zugesagt hat das Land darüber hinaus bereits Marketingmittel für die BUGA 2021 (im Umfang von 600.000 Euro) und das Festival „Bachbiennale“ in Weimar (136.000 Euro). Unterstützung in Aussicht gestellt wurde außerdem für die Vorhaben „Schatzkammer Thüringen“ der Stiftung Schloss Friedenstein e.V., für die „Weimarer Landklänge“, Werbemaßnahmen rund um die Thüringer Porzellanstraße sowie den diesjährigen „Weimarer Sommer“. Hier wie auch in den anderen Fällen werde eine Verschiebung oder eine Neuauflage zu einem späteren Zeitpunkt geprüft. Die Fördermittel blieben zunächst dafür reserviert.
 
Auch bei touristischen und generell gewerblichen Infrastrukturprojekten sagt das Land eine Lockerung oder großzügige Auslegung von Fördervorschriften zu. So können Fristen (etwa für die Einreichung notwendiger Unterlagen) verlängert und die Zeiträume für die Umsetzung und Abrechnung der Vorhaben erweitert werden.

 
Stephan Krauß
Pressesprecher, Referatsleiter

 

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