Feller: Umstellung auf digitalen Lehrbetrieb an Thüringer Hochschulen gelungen


Wissenschaftsstaatssekretär informiert sich auf #Semestertour über Forschung und Lehre unter Corona-Bedingungen / Hochschulen nutzen Chancen digitaler Angebote

Thüringens Wissenschaftsstaatssekretär Carsten Feller sieht die Thüringer Hochschulen gut für die aktuellen Herausforderungen der Digitalisierung aufgestellt. „Die Umstellung auf den digitalen Lehrbetrieb ist angesichts des kurzen Vorlaufs bemerkenswert gut gelungen“, sagte der Staatssekretär. Davon konnte er sich an der Bauhaus-Universität Weimar und der Ernst-Abbe-Hochschule in Jena überzeugen, die er in dieser Woche im Rahmen seiner #Semestertour besucht hatte. Beide Hochschulen sind führend bei der Umsetzung digitaler Lehrformate. Ziel der #Semestertour ist es, sich über die Umsetzung der digitalen Lehre und Forschung an den Thüringer Hochschulen sowie erste Erfahrungen, Probleme und Lösungsansätze zu informieren. Dabei steht für den Staatssekretär fest: „Die Digitalisierung hat in der Corona-Krise noch einmal einen kräftigen Schub erlebt. Die digitalen Prozesse und Formate, die an den Thüringer Hochschulen jetzt aufgesetzt worden sind, sind aus dem akademischen Lehren und Lernen künftig nicht mehr wegzudenken.“ Außer mit den Hochschulleitungen trifft sich Feller bei seinen Hochschulbesuchen auch mit den jeweiligen Studierendenvertretern.

Bereits 2018 hatte das Land gemeinsam mit den Hochschulen die „Thüringer Strategie zur Digitalisierung im Hochschulbereich“ aufgelegt. Im Zuge der laufenden Umsetzung dieser Strategie haben die Hochschulen bislang rund 3,5 Millionen Euro zur Digitalisierung in Forschung und Lehre erhalten. Zusätzlich dazu hatte das Land in der aktuellen Corona-Krise einen Sonderfonds „Digitale Lehre“ mit weiteren 2,2 Millionen Euro aufgelegt. „Thüringen hat frühzeitig damit begonnen, die Grundlage für eine durchgreifende Digitalisierung von Forschung und Lehre zu legen, auf der wir jetzt in der Krise aufbauen können“, so Feller. Nachholbedarf sieht der Staatssekretär allerdings noch in der Schaffung einer dauerhaften, hochschulübergreifenden Plattform zur Unterstützung digitaler Lehr- und Lernformate: „Letztlich benötigt jede Thüringer Hochschule bestimmte Unterstützungsstrukturen zur Umsetzung solcher digitalen Angebote. Das muss nicht von jeder Hochschule einzeln vorgehalten werden, sondern kann zentral und hochschulübergreifend organisiert werden.“ Das Land sei bereit, den Aufbau eines solchen „Digitalen Campus‘ Thüringen“ auch finanziell zu unterstützen.

Ziel bleibe es allerdings, in Lehre und Forschung möglichst rasch wieder in einen „eingeschränkten Normalbetrieb“ zurückzukommen, sagte der Staatssekretär. Zumindest die Durchführung von Präsenzveranstaltungen wie Seminare, Praktika oder Exkursionen lasse sich auf digitalem Wege nicht komplett ersetzen. Daher sei es erfreulich, dass solche Lehrformate unter Einhaltung von Schutz- und Hygieneregeln inzwischen wieder möglich seien. „Bei einer flexiblen Nutzung der gesamten Semesterzeit, die ohnehin erst am 30. September endet, sollte auch 2020 ein halbwegs ‚normales‘ Sommersemester stattfinden, in dem Vorlesungen, Prüfungen oder Praxiszeiten absolviert werden können.“ Es bleibe bei der Zusage des Landes, dass durch den Semesterverlauf keine Nachteile für die Studierenden entstehen sollen. Rechtliche Vorgaben und Rahmenbedingungen wie z.B. Prüfungsfristen sollen aus Sicht des Ministeriums daher flexibel gehandhabt und Ausnahmeregelungen zugelassen werden.

(Ein kurzes Video des Besuchs finden Sie auf unserer Facebook-Seite unter www.facebook.com/tmwwdg).


Stephan Krauß
Pressesprecher, Referatsleiter

 

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