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Medizintechnik-Spezialist baut Produktionsstätte in Sonneberg


Innovative Produkte für „Schlüsselloch-Chirurgie“: Firma W.O.M. World Of Medicine GmbH investiert rund 10 Millionen Euro und schafft neue Arbeitsplätze

Der Spezialist für minimalinvasive Medizintechnik, die W.O.M. World Of Medicine GmbH, errichtet eine neue Produktionsstätte im südthüringischen Sonneberg. Das teilte Thüringens Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee heute in Erfurt mit. Die Investition am Standort Sonneberg beträgt im ersten Schritt rund zehn Millionen Euro. Mit der Fertigstellung der neuen Produktionsstätte entstehen hier zunächst 14 neue, hochqualifizierte Arbeitsplätze, perspektivisch könnten bis zu 100 Mitarbeiter in Sonneberg beschäftigt sein. WOM gehört zur Novanta Inc. mit Sitz im Raum Boston, USA.

„Die Ansiedlung zeigt: Der Wirtschaftsstandort Thüringen ist auch in pandemiebedingt schwierigen Zeiten attraktiv für Investitionen“, sagte Tiefensee. Besonders erfreulich sei es, dass mit Novanta erneut ein international agierender Konzern auf den Freistaat setze. Das Land plant, das Vorhaben im Rahmen der beihilferechtlichen Möglichkeiten zu unterstützen.

WOM ist auf Produkte für die minimalinvasive Chirurgie spezialisiert. Solche medizinischen Operationen mit kleinen Schnitten erleichtern ärztlichem Fachpersonal die Behandlung und machen Eingriffe für Patientinnen und Patienten schonender. So wird bei medizinischen Eingriffen nur wenig Gewebe verletzt und damit der Heilungsprozess beschleunigt, so dass Patientinnen und Patienten schneller wieder mobil sein können. Zu den nützlichen Geräten für diese minimalinvasive Medizin bzw. „Schlüsselloch-Chirurgie“ gehören Kameras, Insufflatoren, medizinische Pumpen oder sterile Schlauchsysteme. Zeitgemäße Medizinprodukte dieser Art kommen künftig auch aus Sonneberg.

„Wir stehen dem Unternehmen seit der ersten Kontaktaufnahme 2019 mit unserem Full-Service zur Seite“, sagt Andreas Krey, Geschäftsführer der LEG Thüringen. „In den vergangenen Monaten haben wir in rekordverdächtig kurzer Zeit gemeinsam einen stringenten Weg zu einer positiven Entscheidung gefunden.“ Dr. Heinrich Dreyer, Group President Minimally Invasive Surgery (MIS) der Novanta Inc., sagt zu der Standortentscheidung: „Sonneberg ist ein wichtiger Standort für Novanta, mit welchem wir unsere Wachstumsziele innerhalb der MIS-Gruppe realisieren wollen, und ein klares Bekenntnis zum Medizintechnikstandort Deutschland.“

Der Investor mietet am südthüringischen Standort eine rund 3.000 Quadratmeter große Fläche für den Aufbau einer modernen Fabrik an. Auf rund 800 Quadratmeter entsteht ein Reinraum für die Produktion von Komponenten für medizinisches Verbrauchsmaterial. Novanta-Tochter WOM hat ihren Sitz in Berlin und betreibt bereits einen größeren Produktionsstandort im fränkischen Ludwigsstadt für die Produktion von medizinischen Geräten und für OP-Sterilprodukte.

Die Novanta-Gruppe, zu der WOM gehört, erwirtschaftet weltweit einen Umsatz von mehr als 600 Millionen Dollar und zählt mehr als 2.000 Beschäftigte. Das Unternehmen ist einer der weltweit führenden Anbieter von hoch entwickelten Technologielösungen für Kunden im Industrie- und Medizintechnikbereich.

Mehr Informationen unter:     
www.wom.group
www.novanta.com


Stephan Krauß
Pressesprecher, Referatsleiter

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