Start der Thüringer Tourismusdatenbank „ThüCAT“


Mehr digitale Sichtbarkeit von Thüringer Tourismusbetrieben für potenzielle Gäste / Datenbank-Struktur einzigartig / Neue Tourismuskampagne auf Basis von ThüCAT

„Go-Live“ für die Thüringer Content Architektur Tourismus – kurz ThüCAT. Die neuartige Tourismusdatenbank für den Freistaat ist startklar und kann ab sofort von den Tourismus-Akteuren des Landes genutzt werden. Vor diesem Hintergrund trafen sich am heutigen Freitag alle großen Tourismuspartner der ThüCAT in Erfurt. Damit ist Thüringen das erste Bundesland, das touristische Inhalte in einer landesweiten Tourismusdatenbank bündelt, in einer semantischen Struktur verknüpft und diese als Open-Data zur Verfügung stellt. Umgesetzt wird die ThüCAT von der Thüringer Tourismus GmbH (TTG). Als smarte Datenwolke soll sie zukünftig touristischen Betrieben und Regionen verbesserte digitale Präsentationsmöglichkeiten bieten; gleichzeitig erhalten Gäste stets aktuelle Informationen, die intelligent miteinander verknüpft sind – von Übernachtungen, Sehenswürdigkeiten über Reiseinspirationen bis hin zu Öffnungszeiten. „Mit dem Start der Datenbank ist nicht nur ein wichtiger Meilenstein in der Umsetzung der Thüringer Landestourismusstrategie 2025 erreicht, mit der Steigerung der digitalen Präsenz können wir Thüringen noch besser als Urlaubsziel positionieren“, betont Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee. Grafiken: hier

„Die aktuelle Situation stellt die Tourismusbranche vor hohe Herausforderungen. Zwar steigt seit Anfang Juni die Nachfrage wieder an, aber an das Buchungsgeschäft der Vorjahre kann noch nicht angeknüpft werden. Umso wichtiger ist es, dass unsere Angebote online schneller und besser gefunden werden“, so Tiefensee weiter. Hier leiste ThüCAT nicht nur jetzt, sondern auch in der Zukunft einen enorm wichtigen Beitrag, damit Thüringen als Reiseland sichtbar wird. Wichtig sei nun nach dem Start auch, appelliert Tiefensee an die touristischen Betriebe im Freistaat, dass die touristischen Betriebe mitmachen: „Der Mehrwert der Datenbank steigt mit der Menge an Informationen. Je mehr Betriebe mitmachen, umso besser können wir potenziellen Gästen zeigen, was Thüringen zu bieten hat.“

Nahezu alle großen Destinationsmanagementorganisationen wie etwa der Regionalverbund Thüringer Wald e.V., die Rhön GmbH oder die Erfurt Tourismus und Marketing GmbH haben zwischenzeitlich als Partner die Verträge zur Nutzung der Datenbank unterschrieben und beginnen nun mit der Einstellung der Inhalte. Mit der Meiningen GmbH hat sich auch eine erste lokale Tourismusorganisation entschieden, ThüCAT zu nutzen. Ziel sei es, dass alle zwölf Tourismusmanagementorganisationen des Landes Teil von ThüCAT werden und ihre regionalen Partner - Städte, Betriebe sowie Institutionen - einbinden. Die TTG stellt hierfür Schulungsmaterialen zur Verfügung und ist als Systemanbieter von ThüCAT genereller Ansprechpartner für alle Interessenten.

„Die Tourismusorganisationen in den Städten und Regionen werden sich bei der Weiterentwicklung der neuen Thüringer Content Architektur engagiert einbringen, um letztlich abzusichern, dass Sehenswürdigkeiten, Veranstaltungen und Angebote über alle gängigen Suchmaschinen und Kanäle gefunden werden“, erklärte Dr. Carmen Hildebrandt, Geschäftsführerin der Erfurt Tourismus und Marketing GmbH, zum heutigen Netzwerktreffen. „Unser Ziel ist hierbei die Erhöhung des Bekanntheitsgrades und der Besucherzahlen in den Thüringer Städten und Regionen.“


Mehr digitale Sichtbarkeit für Thüringer Tourismusbetriebe

Als Open-Data-Verwaltungstool bietet ThüCAT touristischen Unternehmen, Regionen, Städten oder auch Freizeiteinrichtungen die Möglichkeit, ihre Informationen und touristischen Inhalte in ein landesweites System einzupflegen, anstatt in eigene Contentmanagementsysteme investieren zu müssen. Übernachtungsmöglichkeiten, Sehenswürdigkeiten, Reisepakete oder eingestellte Öffnungszeiten werden so aufbereitet, organisiert und miteinander verknüpft, dass diese als zentrale Informationsquelle von allen Akteuren genutzt werden können. Dabei ist die spezielle Verknüpfung das Alleinstellungsmerkmal der ThüCAT: In der Fachsprache wird hier von einer ontologischen Struktur gesprochen.

Ein Beispiel: Die TTG benötigt für ihre Website www.thueringen-entdecken.de Informationen zur Wartburg. Diese kann sie sich nun aus der ThüCAT holen und sie auf ihren Kanälen einbinden - Rechtefragen sowie eigene Text- und Bilderstellung entfallen. Denn das hat die Wartburg Stiftung bereits übernommen und in der ThüCAT bereitgestellt. Damit kann sie sicher sein, dass ihre touristische Destination nur mit den eigenen Informationen beworben und beschrieben wird - von Bild über Text bis zu historischen Daten oder Öffnungszeiten. Diese Datenverteilung ist unbegrenzt auf allen möglichen Ausspielungskanälen möglich – bestenfalls auch auf Buchungsportalen oder schlicht in einer Suchmaschine.

„Mit unseren Daten sind wir somit da, wo sich auch der potenzielle Gast während seiner Reiseplanung oder aber auch Reise bewegt. Damit wird die Sichtbarkeit der touristischen Betriebe – vor allem der kleinen, die nicht über die notwendigen Ressourcen etwa eines eigenen Internetauftritts verfügen – um ein Vielfaches erhöht“, so Tiefensee weiter. So können beispielsweise mit dem Website-Baukasten touristische Partner vom Gastbetrieb bis zum regionalen Tourismusverband Websites gestalten. Das Besondere dabei: Die ThüCAT ist in der Lage, mit großen Suchmaschinen wie Google und Alexa oder Anbietern wie Tripadvisor zu kommunizieren – diese spezielle Sprache nennt sich „schema.org“ und ist automatisch in der Datenbank hinterlegt. Das erhöht die Sichtbarkeit und Ausspielung über die Global Player im Netz.  


Bessere Informationen für potenzielle Gäste

Gleichzeitig finden Gäste und Interessierte ihre gewünschten Informationen aus „einer und erster Hand“. Denn jeder Thüringer Tourismusanbieter ist selbst für seine Daten verantwortlich und kann diese aktuell halten. „Egal ob Kontaktdaten, Geodaten, Öffnungszeiten, Angebote, das Wetter oder die Verkehrsinformationen – die Datenbank ermöglicht die Verknüpfung von für den Gast relevanten Informationen in bisher noch nie dagewesener Form und macht so eine kundenfreundliche und personalisierte Antwort auf seine Suche möglich“, ergänzt Detlef Klinge, Leiter des 4.0-Kompetenzzentrums bei der TTG, der die Datenbank aufgebaut hat.

Tourismus-Kampagne „Tür an Tür“ auf Basis von ThüCAT

Mit dem Auftakt zu ThüCAT startet heute auch die Tourismus-Kampagne „Tür an Tür“ der TTG, für deren digitale Inhalte erstmals der Website-Baukasten des Systems genutzt wird. Die Kampagnenseite nebenan.thueringen-entdecken.de wurde in den letzten Wochen gemeinsam von mehreren Tourismusakteuren im Land anhand des ThüCAT-Systems gepflegt. Das Ergebnis ist ein Potpourri aus aktuell insgesamt zwölf Reise-Geschichten, die alle Tourismusregionen Thüringens repräsentieren. Die neue Tourismuskampagne soll nach der Corona-Pandemie Werbung für den Urlaub in Thüringen machen. Die virtuellen Inhalte werden durch Plakat-Werbung ergänzt: Ab dem 17. Juli bewerben Großflächen das Reiseland in Städten wie Erfurt, Jena, Gera, Gotha, Eisenach, Bad Hersfeld, Bamberg, Fulda, Göttingen, Leipzig, Halle oder Nürnberg.

Als wichtiger Meilenstein in der Thüringer Tourismusstrategie wurde ThüCAT seit Anfang 2018 von der Thüringer Tourismus GmbH (TTG) aufgebaut. Die Investitionskosten von 650.000 Euro für den Aufbau wurden aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) gezahlt. Die laufenden Kosten nach der Implementierung teilen sich künftig die TTG und die anerkannten großen Tourismusorganisationen.

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Peggy Hoy
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