Wirtschaftsminister Tiefensee startet weiteren Breitbandausbau in Erfurt


„Erschließung ländlicher Randgebiete der Landeshauptstadt“ / 8,8 Millionen Euro von Bund und Land

Der Ausbau des schnellen Internets rund um Erfurt kommt voran: Mit dem ersten Spatenstich hat Thüringens Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee heute gemeinsam mit Oberbürgermeister Andreas Bausewein die Bauarbeiten zum Breitbandausbau in mehreren Vororten der Landeshauptstadt – am Haarberg, in Windischholzhausen, Bischleben, Tiefthal, Rhoda, Sulzer Siedlung, Mittelhausen, Krämpfervorstadt sowie in den Gewerbegebieten „Güterverkehrszentrum“ und „Internationales Logistigkzentrum“ – gestartet. Dabei geht es um Gebiete, die von privaten Breitbandanbietern bisher nicht eigenwirtschaftlich erschlossen wurden. Bund und Land fördern den Ausbau deshalb jeweils hälftig mit insgesamt rund 8,8 Millionen Euro. Den Zuschlag hatte nach europaweiter Ausschreibung die Deutsche Telekom erhalten.

„Mit dem heutigen Baubeginn starten wir vor allem die Erschließung des ländlichen Raums und der Randgebiete der Landeshauptstadt mit schnellen Glasfaserleitungen“, sagte Tiefensee. „Bis Ende 2022 erhalten damit 1.285 Haushalte, 300 Unternehmen und 107 Schulen bzw. öffentliche Einrichtungen in der Region Breitbandzugänge.“ Insgesamt werden im Zuge des Vorhabens 443 Kilometer Glasfaser und 138 Kilometer Leerrohre in zwei Gewerbegebieten und acht Ortsteilen verlegt.

„Thüringen ist beim Breitbandausbau in den vergangenen Jahren gut vorangekommen. Die positive Entwicklung wird sich durch die Realisierung zahlreicher Fördervorhaben in den kommenden Monaten weiter fortsetzen“, sagte Tiefensee. Nach Zahlen der Digitalagentur Thüringen können derzeit rund 92 Prozent der Haushalte im Freistaat mit mindestens 30 Megabit pro Sekunde (MBit/s) schnellem Internet versorgt werden, in etwa 90 Prozent der Haushalte werden mindestens 50 MBit/s, in rund 63 Prozent der Haushalte sogar mehr als 100 MBit/s erreicht.

„Es ist erfreulich, dass bereits die Hälfte der Förderprojekte im Bundesförderprogramm nach langer Planungs- und Ausschreibungsphase zur Vertragsunterzeichnung gelangen oder diese kurz bevorsteht“, betont Tiefensee. Insgesamt erhalten Thüringer Landkreise und Regionen aus dem seit Herbst 2015 laufenden Bundesprogramm Breitband 172 Millionen Euro Förderung. Mit den Fördermitteln werden Investitionen von mehr als 400 Millionen Euro in das Breitbandnetz in Thüringen angeschoben. Der Freistaat Thüringen stellt dafür eine ergänzende Finanzierung von mehr als 100 Millionen Euro bereit. Auch Schulen und Gewerbegebiete werden im geförderten Ausbau grundsätzlich mit Glasfaser erschlossen, da dort die Bedarfe nach schnellem Internet für eine hohe Zahl an Nutzern besonders groß sind.

 

Stephan Krauß
Pressesprecher – Referatsleiter

 

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