Wirtschaft

Thüringen hat sich seit der Wiedervereinigung positiv entwickelt und verfügt heutzutage über eine ausgewogene Wirtschaftsstruktur, die von einer breit gefächerten Industrie getragen wird. Knapp ein Viertel der Bruttowertschöpfung des Landes wird in der Industrie erarbeitet und mit 81 Industriearbeitsplätzen je 1.000 Einwohner liegt Thüringen deutlich über dem Bundesdurchschnitt und weit vor den anderen neuen Ländern. Die Wirtschaftsentwicklung hat auch zu einer erfreulichen Situation auf dem Arbeitsmarkt geführt: Thüringen zählt inzwischen ca. 1,05 Mio. Erwerbstätige, davon gut 805.000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte. Die Arbeitslosenquote ist deutlich niedriger als in den anderen neuen Bundesländern und liegt bereits fast auf dem deutschen Durchschnittsniveau. Die Kehrseite der guten Arbeitsmarktentwicklung zeigt sich mittlerweile in einem signifikanten, weite Bereiche der Thüringer Wirtschaft tangierenden Fachkräftemangel. 

Wenngleich die Thüringer Industrie als Wachstumsmotor der Thüringer Wirtschaft  nach wie vor mit höherer Rate wächst als die Industrie in Deutschland als Ganzes, betreffen auch sie die die ostdeutsche Wirtschaft insgesamt kennzeichnenden Strukturprobleme: relativ kleine Betriebsgrößen, weitgehendes Fehlen von Großunternehmen und Konzernzentralen, verhältnismäßig geringe betriebliche FuE-Aktivitäten und unterdurchschnittliche Präsenz auf internationalen Märkten.

Zur Bewältigung der zukünftigen Herausforderungen muss es daher vor allem darum gehen, die mit der Digitalisierung und auch der Dekarbonisierung verbundenen tiefgehenden Veränderungsprozesse für einen Innovationsschub in der Thüringer Wirtschaft zu nutzen. Die Thüringer Wirtschaft muss noch innovativer, produktiver und internationaler werden, damit sie in Zukunft mit überzeugenden Angeboten im Wettbewerb auf den Produktmärkten im In- und Ausland sowie mit attraktiven Beschäftigungsbedingungen auch im zunehmend internationalen Wettbewerb um Fachkräfte bestehen kann.

 

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