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Hochschulentwicklung

Die Struktur- und Entwicklungsplanung für die staatlichen Hochschulen ist im Thüringer Hochschulgesetz, Paragrafen 12 und 13 geregelt. Auf Basis der Hochschulentwicklungsplanung des Landes und der Planungen der Hochschulen werden zwischen dem Land und den Hochschulen mehrjährige Rahmenvereinbarungen getroffen. Diese Vereinbarungen regeln die staatliche Hochschulfinanzierung und legen die Ziele zur strukturellen und strategischen Entwicklung der Hochschulen fest. Auf der Grundlage der jeweils gültigen Rahmenvereinbarung schließt jede Hochschule mit dem Wissenschaftsministerium eine Ziel- und Leistungsvereinbarung ab. Die Ziel- und Leistungsvereinbarungen legen messbare Ziele für die verschiedenen Aufgabenbereiche der Hochschulen fest.

In Fortschreibung der Hochschulstrategie Thüringen 2020 hat das Wissenschaftsministerium im August 2018 Leitlinien zur Hochschulentwicklung in Thüringen bis 2025 vorgelegt, die die Zielvorstellungen des Ministeriums über die strukturelle Entwicklung der Hochschulen und die Ausbauplanung bis zur Mitte des nächsten Jahrzehnts enthalten. Dazu gehören insbesondere die Sicherung der Hochschulfinanzierung unter Einbeziehung des Bundes, die weitere Profilierung der Hochschulen, die Stärkung der Hochschulen als regionale Wachstumskerne, die Weiterentwicklung der Ingenieurwissenschaften, die Gestaltung des digitalen Wandels an den Hochschulen sowie die Sicherung einer leistungsfähigen Infrastruktur.

Rahmenvereinbarung V

Am 3. September 2020 haben Land und Hochschulen die vom Thüringer Landtag bestätigte Rahmenvereinbarung V unterzeichnet. Damit haben sie die Finanzierung und die Entwicklungsziele für die Hochschulen von 2021 bis 2025 festgeschrieben. Die neue Rahmenvereinbarung bietet weiterhin beste Bedingungen für Forschung und Lehre in Thüringen: Die Mittel steigen von gut 477 Millionen in 2020 auf rund 580 Millionen Euro im Jahr 2025.

Für den Zeitraum bis 2025 wurden in der Rahmenvereinbarung V konkrete Leistungs- und Entwicklungsziele der Hochschulen vereinbart. So sollen u. a.

  • die Ingenieurwissenschaften mit Hilfe einer strategischen Allianz hochschulübergreifend weiterentwickelt,
  • eine bedarfsorientierte Ausbildung zukünftiger Lehrerinnen und Lehrer sichergestellt,
  • die Digitalisierung in Forschung und Lehre sowie in der Hochschulverwaltung weiter ausgebaut,
  • gute und verlässliche Beschäftigungsbedingungen für das Hochschulpersonal geschaffen und
  • die Profilbildung und Kooperation der einzelnen Hochschulen vertieft und auf diese Weise
  • die Qualität von Forschung und Lehre erhöht und der Wissenstransfer in Wirtschaft und Gesellschaft weiter ausgebaut werden.

Ziel- und Leistungsvereinbarungen

Mit den Ziel- und Leistungsvereinbarungen für die Jahre 2021 bis 2025 rücken die hochschulspezifischen struktur- und profilbildenden sowie qualitätsorientierten Ziele der einzelnen Hochschulen in den Fokus. Ende 2020 wurden die Vereinbarungen zwischen dem Wissenschaftsministerium und den zehn Hochschulen abgeschlossen. Zudem hat das Wissenschaftsministerium eine Ziel- und Leistungsvereinbarung mit dem Universitätsklinikum Jena (UKJ) für die Jahre 2021 bis 2025 abgeschlossen.

Thüringer Strategie zur Digitalisierung im Hochschulbereich (2021 bis 2025)

2017 erarbeiteten das Wissenschaftsministerium und die Thüringer Hochschulen die „Thüringer Strategie zur Digitalisierung im Hochschulbereich“. Für den Geltungszeitraum der Rahmenvereinbarung V wurde die Strategie fortgeschrieben und im März 2021 beschlossen. Die Digitalstrategie für die Hochschulen umfasst insgesamt sieben Handlungsfelder:

1) Digitale Hochschullehre, 2) Digitale Qualifizierung in der Lehrerbildung, 3) Digitale Forschungsprozesse, 4) Open Access und die Lizenzierung elektronischer Informationsressourcen, 5) Forschungsinformationssysteme und Wissenstransfer, 6) Digitalisierung in der Hochschulverwaltung, 7) Digitale Infrastruktur für die Thüringer Hochschulen.

Digitalstrategie der Thüringer Hochschulen (2021-2025)

Strategien und Vereinbarungen

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