Hochschulentwicklung

Hochschulentwicklungsplanung in Thüringen

Das Thüringer Hochschulgesetz regelt in den §§ 12 und 13 die Struktur- und Entwicklungsplanung für die staatlichen Hochschulen des Landes. Grundlage ist die Hochschulentwicklungsplanung des Landes, die von dem für das Hochschulwesen zuständigen Ministerium verantwortet wird. Auf der Grundlage dieser Planung und unter Berücksichtigung der Struktur- und Entwicklungsplanung der Hochschulen werden zwischen dem Land und den Hochschulen mehrjährige Rahmenvereinbarungen getroffen. Diese Vereinbarungen regeln Art und Umfang der staatlichen Hochschulfinanzierung und legen die gemeinsame Umsetzung der Zielvorstellungen des Landes zur strukturellen Entwicklung der Hochschulen sowie die strategischen Leistungs- und Entwicklungsziele der Hochschulen fest. Auf der Grundlage der jeweils gültigen Rahmenvereinbarung und unter Berücksichtigung ihrer Struktur- und Entwicklungsplanung schließt jede Hochschule mit dem Wissenschaftsministerium eine Ziel- und Leistungsvereinbarung ab. Die Ziel- und Leistungsvereinbarungen legen messbare und überprüfbare Ziele für die verschiedenen Aufgabenbereiche der Hochschulen fest. Sie beschreiben die geplante Entwicklung der Hochschule, insbesondere die Forschungsschwerpunkte sowie die Einrichtung, Änderung und Aufhebung von Studiengängen und deren Finanzierung.

Aktuelle Planungen und Vereinbarungen

Das TMWWDG hat - in Fortschreibung der Hochschulstrategie Thüringen 2020 - im August 2018 Leitlinien zur Hochschulentwicklung in Thüringen bis 2025 vorgelegt, die die Zielvorstellungen des Ministeriums über die strukturelle Entwicklung der Hochschulen und die Ausbauplanung unter Berücksichtigung der Finanzplanung des Landes bis zur Mitte des nächsten Jahrzehnts enthalten. Dazu gehören insbesondere die Sicherung der Hochschulfinanzierung unter Einbeziehung des Bundes, die weitere Profilierung der Hochschulen, die Stärkung der Hochschulen als regionale Wachstumskerne, die Weiterentwicklung der Ingenieurwissenschaften, die Gestaltung des digitalen Wandels an den Hochschulen sowie die Sicherung einer leistungsfähigen Infrastruktur.

Für die Jahre 2016 bis 2020 gilt die Rahmenvereinbarung IV. Sie wurde im Dezember 2015 vom Landtag bestätigt und im Januar 2016 zunächst für vier Jahre abgeschlossen. Die Laufzeit der Rahmenvereinbarung IV wurde im September 2018 um ein Jahr verlängert. Die Rahmenvereinbarung IV gilt nun bis zum 31. Dezember 2020.

Mit den Ziel- und Leistungsvereinbarungen für die Jahre 2016 bis 2020 rücken die hochschulspezifischen struktur- und profilbildenden sowie qualitätsorientierten Ziele der einzelnen Hochschulen in den Fokus. Im Jahr 2016 wurden die Vereinbarungen zwischen dem Wissenschaftsministerium und den zehn Hochschulen zunächst für vier Jahre geschlossen und in 2019 um ein Jahr bis Ende 2020 verlängert. 

Das Wissenschaftsministerium hat zudem eine Ziel- und Leistungsvereinbarung mit dem Universitätsklinikum Jena (UKJ) abgeschlossen. Die Ziel- und Leistungsvereinbarung zwischen dem Ministerium und dem UKJ für die Jahre 2016 bis 2019 ist im Dezember 2015 von Minister Tiefensee und den drei Vorständen des UKJ gezeichnet worden.

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Unterzeichnung ZLV 2

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