Zur Hauptnavigation . Zum Seiteninhalt

Hochschulfinanzierung

Erklärtes Ziel der Thüringer Hochschulpolitik ist die Sicherung der Leistungskraft und der Zukunftsfähigkeit der Thüringer Hochschulen. Um dieses Ziel zu erreichen, sichert der Freistaat Thüringen den staatlichen Hochschulen jährlich eine Grundfinanzierung zu. Deren Höhe wird in Rahmenvereinbarungen jeweils für mehrere Jahre festgelegt

Rahmenvereinbarung V

Für die Jahre 2021 bis 2025 haben das Land und die Hochschulen die Rahmenvereinbarung V geschlossen. Seit 2016 steigert der Freistaat Thüringen die jährliche Grundfinanzierung seiner Hochschulen um jeweils drei Prozent, um die erwartbaren wissenschaftsspezifischen Kosten- und Tarifsteigerungen auszugleichen. Zusätzlich stehen den Hochschulen Mittel in Höhe von einem Prozent des Finanzvolumens der Rahmenvereinbarung aus dem Strategie- und Innovationsbudget zur Verfügung.

Mit der Rahmenvereinbarung V setzt Thüringen diesen zukunftsorientierten Mitteleinsatz für die Hochschulen fort. Die jährlichen Ausgaben aus dem Landeshaushalt für den Hochschulbereich steigen im Zeitraum der Rahmenvereinbarung V von gut 465 Mio. Euro im Jahr 2020, dem letzten Jahr der Rahmenvereinbarung IV, auf gut 580 Mio. Euro im Jahr 2025. Das Finanzvolumen der Rahmenvereinbarung V liegt damit im Zeitraum 2020–2025 bei insgesamt rund 2,7 Mrd. Euro.

Die Aufteilung der in der Rahmenvereinbarung vorgesehenen Mittel auf die Vereinbarungsbudgets der Hochschulen wird über hochschulindividuelle Ziel- und Leistungsvereinbarungen (ZLV) gesteuert, die das TMWWDG mit jeder Hochschule für die Laufzeit der Rahmenvereinbarung V abgeschlossen hat. 90 Prozent dieses Budgets – das Grundbudget – werden den Hochschulen als feste Zuweisungen des Landes über den gesamten Zeitraum von 2020 bis 2025 gewährt. Die übrigen 10 Prozent – das Leistungsbudget – sind abhängig davon, ob eine Hochschule die vereinbarten Ziele erreicht und die vereinbarten Leistungen erbringt.

Hochschulpakt 2020 und Zukunftsvertrag Studium und Lehre stärken

Im Dezember 2014 wurde mit einer Verwaltungsvereinbarung zwischen Bund und Ländern die weitere Fortsetzung des Hochschulpakts bis 2020 beschlossen. Mit dem Hochschulpakt 2020 wollen Bund und Länder Impulse für die Zukunftsvorsorge bis in das nächste Jahrzehnt setzen. Dabei soll dem wachsenden Fachkräftebedarf auf dem Arbeitsmarkt begegnet und zugleich der steigenden Zahl von Studienberechtigten ein qualitativ hochwertiges Hochschulstudium gewährleistet werden.

Thüringen hatte sich vor dem Hintergrund der prognostizierten ungleichen Entwicklung bei den Studienanfängerzahlen in den neuen und den alten Ländern verpflichtet, die vorhandenen Studienanfängerzahlen weitgehend zu halten. In dem für die Jahre 2021 bis 2023 (Ausfinanzierungsphase) für die laufenden Vorhaben fortgeschriebenen Thüringer Programm zur Umsetzung des Hochschulpaktes 2020 sind die Regelungen zur Verteilung der Bundesmittel zusammengefasst. Ab dem Jahr 2021 neu hinzugekommen sind die hochschulpaktfinanzierten Programmteile

Bund und Länder haben im Juni 2019 den Zukunftsvertrag Studium und Lehre stärken beschlossen, die Nachfolgevereinbarung zum Hochschulpakt 2020. Die dauerhafte Förderung durch Bund und Länder der Hochschulen über den Zukunftsvertrag gilt seit 2021 und ist unbefristet. Gleichzeitig werden die Studienkapazitäten in Deutschland bedarfsgerecht erhalten. Von besseren Studienbedingungen und einer höheren Lehrqualität werden auch die Studierenden in Thüringen profitieren. Jedes Land hat in einer Verpflichtungserklärung dargelegt, wie es den Zukunftsvertrag umsetzen wird.

Thüringen wird voraussichtlich nach dem Ende der Ausfinanzierungsphase des Hochschulpakts 2020 in den Jahren bis 2027 jährlich gut 40 Millionen Euro Bundesmittel für seine Hochschulen erhalten. Die Thüringer Verpflichtungserklärung zum Zukunftsvertrag sieht insbesondere Maßnahmen zum Erhalt der vorhandenen Ausbildungskapazitäten und zur Erhöhung des Anteils des unbefristet beschäftigten Lehrpersonals an den Hochschulen sowie zur Steigerung der Lehrqualität vor. Ferner ist die Förderung der Digitalisierung in Studium und Lehre sowie eine Schwerpunktsetzung in bestimmten Fächergruppen – u. a. in den Ingenieurwissenschaften, der Lehrerbildung und den Gesundheitswissenschaften – beabsichtigt. Die Verteilung der in den Zukunftsvertrag einbezogenen Bundes- und Landesmittel auf die Hochschulen und deren Verwendung sind im Thüringer Programm zur Umsetzung des Zukunftsvertrages sowie in den mit jeder der Thüringer Hochschulen zu deren Ziel- und Leistungsvereinbarungen abgeschlossenen Ergänzungsvereinbarungen „Umsetzung Zukunftsvertrag“ geregelt.

Das Land stellt gemäß Rahmenvereinbarung V den Hochschulen die vom Bund bereitgestellten Mittel aus dem Hochschulpakt 2020 und dem Zukunftsvertrag zusätzlich zu den Landesmitteln zur Verfügung. Die in den Zukunftsvertrag einbezogenen Landesmittel sind durch die Hochschulen aus ihren jeweiligen Vereinbarungsbudgets einzusetzen.

Downloads

Der Freistaat Thüringen in den sozialen Netzwerken: