Neustart für die „Akademie Ländlicher Raum“: Mit den sog. „Dorf- und Landgesprächen“ nimmt die Impulsgeberin und Informationsplattform für die ländliche Entwicklung in Thüringen ab diesem Jahr ihre Arbeit wieder auf. Die erste Veranstaltung der neuen Gesprächsreihe findet am Donnerstag, dem 12. Februar, im Gasthaus zur Sonne in Schweina statt. Im Mittelpunkt steht dabei die Frage, wie aus leerstehenden Gebäuden in Thüringer Dörfern wieder lebendige Orte des Gemeindelebens werden können.
„Leerstand ist kein unabwendbares Schicksal. Mit gemeinschaftlichem Engagement können daraus wertvolle Begegnungsstätten für das Dorfleben entstehen“, sagt Marcus Malsch, Staatssekretär für den ländlichen Raum in Thüringen, der selbst am 1. Dorf- und Landgespräch in Schweina teilnehmen wird. „Wir sehen das Thema als Chance, dörfliche Strukturen zu stärken und neue Impulse für die ländliche Entwicklung zu geben.“ In vielen Thüringer Dörfern warten leerstehende Häuser und Gebäude darauf, neu entdeckt und mit Leben erfüllt zu werden. „Es ist also höchste Zeit, das Thema anzugehen – wir freuen uns über jede und jeden, der uns dabei mit guten Ideen und Tatkraft unterstützt.“
Terminhinweis:
1. Dorf- und Landgespräch: „Vom Leerstand zum Lebensraum: Offene Begegnungsorte als Impulse für die soziale Dorfentwicklung in Thüringen“ | |
Zeit: | Donnerstag, 12. Februar |
Ort: | Gasthaus zur Sonne, Rudolf-Breitscheid-Straße 1, 36448 Bad Liebenstein OT Schweina |
Die Veranstaltung richtet sich an Gemeindevertreter, Engagierte aus Vereinen und Initiativen sowie an interessierte Bürgerinnen und Bürger, die ihre Gemeinde aktiv mitgestalten möchten. Geboten werden praxisnahe Beispiele, fachliche Impulse und Raum für offenen Austausch. Ziel ist es, gemeinsam Ansätze aufzuzeigen, wie leerstehende Gebäude wieder zu Orten der Begegnung und des Miteinanders werden können. Anmeldung über https://eveeno.com/dorfgespraech.
Die Dorf- und Landgespräche sind eine Initiative der Akademie Ländlicher Raum (ALR) im Rahmen des Themenjahres „Zurück auf’s Land! Vom Leerstand zur Lebensqualität“. Insgesamt sind im laufenden Jahr vier Veranstaltungen geplant, die sich auch mit energieeffizientem Bauen oder neuen Wohn- und Lebensformen beschäftigen werden.
Die Akademie Ländlicher Raum war vom Landwirtschaftsministerium im vergangenen Jahr konzeptionell neu aufgestellt worden. Als Diskussionsforum zu allen Fragen der ländlichen Entwicklung soll sie Akteurinnen und Akteure des ländlichen Raums vernetzen, gute Ideen und Initiativen unterstützen und praxisnahe Informationen für Politik und Gesellschaft bereitstellen. Neben der Gesprächsreihe sollen u.a. Best-Practice-Beispiele aufgezeigt und ein landesweiter Wettbewerb ausgerichtet werden, mit dem gelungene Initiativen zur Sanierung oder Umnutzung von Leerstandsimmobilien herausgestellt werden sollen.
„Ich freue mich, dass die ‚Akademie Ländlicher Raum‘ ihre Arbeit jetzt wieder aufnehmen kann“, sagte Staatssekretär Malsch. „Damit wollen wir einen spürbaren Beitrag zur Schaffung gleichwertiger Lebensverhältnisse in Stadt und Land leisten.“ Dabei sei es wichtig, die guten Traditionen der ländlichen Räume aufzugreifen und in die Zukunft zu überführen. „Eine zentrale Aufgabe wird es daher sein, die Mutmacher in den Regionen zu identifizieren, um mehr Menschen als Mitmacher zu gewinnen. Das ist ist letztlich vor allem eine Vernetzungs- und Moderationsaufgabe, die wir mit unserer Akademie jetzt neu angehen wollen.“
Stephan Krauß
Pressesprecher