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Grüne Woche 2026 beendet: Thüringen mit starkem Auftritt als innovativer Agrar- und Lebensmittelstandort


Besucherrekord sorgt erneut für gestiegene Umsätze und zufriedene Aussteller

ErfolgreicheBilanz des Thüringen-Auftritts auf der 100. Grünen Woche in Berlin: Mit 74 Ausstellern auf dem stets gut besuchten Gemeinschaftsstand in Halle 20 präsentierte sich der Freistaat einmal mehr als erste Adresse für nachhaltige Landwirtschaft, hochwertige Lebensmittel und ländlichen Tourismus. Insgesamt waren 1.600 Aussteller aus 50 Ländern auf der weltgrößten Verbrauchermesse für Ernährung, Landwirtschaft, ländlichen Tourismus und Gartenbau vertreten. Nach ersten Schätzungen konnte die Grüne Woche in diesem Jahr die Rekordmarke von 350.000 Besucherinnen und Besuchern knacken – ein Plus von 40.000 Besuchern gegenüber 2025 und ein neuer Höchstwert seit der Corona-Pandemie.

 

Die Grüne Woche war für uns wieder die perfekte Plattform, um Thüringen als innovativen Agrar- und Lebensmittelstandort zu präsentieren“, zog Landwirtschaftsministerin Colette Boos-John Bilanz. Allein am letzten Messesamstag sei die Besucherzahl so hoch gewesen, dass vorübergehend die Hallenein- und durchgänge gesperrt werden mussten. Die Thüringer Ausstellerinnen und Aussteller seien mit den Umsätzen und der Besucherresonanz erneut sehr zufrieden gewesen. „Viele Aussteller waren ausverkauft und mussten schon während der Messetage laufend Produkte nachbestellen“, sagte die Ministerin. Der Besucherandrang sei während der zehn Messetage im Grunde kaum jemals zurückgegangen.

Da die Grüne Woche keine Fach-, sondern eine Publikumsmesse ist, nutzen viele Aussteller die Plattform in erster Linie als Testmarkt und zur Steigerung der Bekanntheit ihrer Produkte. „Die Verkaufszahlen zeigen, dass ‚made in Thüringen‘ bei den Verbrauchern erneut sehr gut angekommen ist“, so die Ministerin. Daneben sind auf der Grünen Woche immer auch große Einzelhandelsunternehmen und Lebensmittelketten unterwegs, die nach neuen Angeboten Ausschau halten – so hat diesmal beispielsweise die REWE-Gruppe eine Art „Speed-Dating“ mit einigen der neuen Aussteller zur ersten Kontaktaufnahme durchgeführt. Folgetermine werden dann zwischen den Firmen und der Handelsgruppe bilateral vereinbart.

Die Ergebnisse der Thüringer Aussteller auf der Grünen Woche 2026:

Bratwürste

    

29.000 Stück

Wurstwaren

 

5 Tonnen

Kloßpommes und Klöße

 

6.000 Portionen

Getränke

 

15.300 Liter (Bier: 11.500 Liter, alkoholfreie Getränke: 2.800 Liter, alkoholische Getränke, u.a. Wein, Spirituose, Slush: 1.000 Liter)

Marmelade

 

3.500 Gläser

Eierlikör

 

11.000 Becher bzw. 700 Flaschen

Kaffee / Kaffeespezialitäten

 

4.000 Tassen

Eis 

 

8.000 Portionen

Schokolade

 

12.000 Artikel

Milch-/Käseprodukte

 

13.000 Portionen (Käse, Frischkäse, Milch, Butter, Joghurt)

Fett-/Ofenbrote

 

7.500 Stück

Besonderheiten 2026

 

Vor-Ort-Herstellung von rund 600 Trüffeleiern / Apfelsaft aus 170 Kilogramm Äpfeln / Verkauf von rund 100 Gläsern Wachtelsülze.

Broschüren zum Landurlaub

 

40.000 Stück

 

Die Grüne Woche habe erneut gezeigt, dass die Thüringer Agrar- und Ernährungswirtschaft auf internationalem Niveau mitspielen könne, sagte die Ministerin weiter. Unter dem Motto „Thüringen überraschend – 100 Jahre Grüne Woche“ hatte der Thüringer Gemeinschaftsstand in diesem Jahr nicht nur mit traditionellen Spezialitäten wie der Thüringer Bratwurst, sondern erneut auch mit vielen innovativen Ideen geworben. Präsentiert wurden hier beispielsweise die Kutsche mit Elektroantrieb, der Anbau von Trüffeln oder Brunnenkresse, die Zwergenmanufaktur in Gräfenroda oder außergewöhnliche Übernachtungsmöglichkeiten und 100 ausgefallene Veranstaltungen, die man im Freistaat besuchen kann. „Thüringen bietet mehr als gute Lebensmittel – es ist ein Ort voller innovativer Ideen, außergewöhnlicher Natur und vielfältiger Erlebnisse“, so Boos-John. „Die Grüne Woche hat geholfen, diese Tatsache einem internationalen Publikum näherzubringen und neue Partnerschaften zu knüpfen.“

Die Präsentation in Berlin war aber nicht nur Bühne für Thüringer Produkte, sondern auch eine Plattform für den Austausch zwischen Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Von der Messe müsse gerade in diesem Jahr das Signal ausgehen, dass eine erfolgreiche und nachhaltige Landwirtschaft stabile Rahmenbedingungen braucht, so die Ministerin. „Die Grüne Woche führt uns allen den Wert einer unabhängigen und sicheren Lebensmittelproduktion deutlich vor Augen.“ Vor dem Hintergrund geopolitischer Unsicherheiten sei es entscheidend, „dass wir uns in Deutschland weiterhin auf eigenständige und wettbewerbsfähige Agrarstrukturen verlassen können“, so Boos-John. Sie verwies darauf, dass der Freistaat Thüringen jährlich rund 290 Millionen Euro für die Unterstützung der Landwirtschaft bereitstellt. Diese Mittel fließen unter anderem in die Förderung von Investitionen, den ökologischen Landbau und den Naturschutz.

„Thüringen setzt auf nachhaltige Landwirtschaft, aber auch auf Innovationen, die die Wettbewerbsfähigkeit unserer Betriebe sichern. Wir wollen die traditionellen Stärken unserer Landwirtschaft bewahren, müssen aber auch neue Wege gehen, etwa in der Digitalisierung und in der Entwicklung neuer, umweltfreundlicher Technologien“, so Boos-John weiter. Dafür brauche es aber auch eine kontinuierliche Unterstützung von der EU-Ebene: „Die aktuellen Brüsseler Kürzungspläne bei der Gemeinsamen Agrarpolitik oder die mögliche Benachteiligung historisch gewachsener Großbetriebe in Ostdeutschland machen uns derzeit allerdings große Sorgen. Wir brauchen Planbarkeit und Stabilität für unsere Landwirtschaftsbetriebe.“

Thüringen war auch in diesem Jahr wieder mit einem knapp 1.900 Quadratmeter großen Gemeinschaftsstand auf der Grünen Woche präsent. Der Stand befindet sich traditionell in Halle 20 direkt am Beginn der „Tour deutscher Regionen“ am Messeeingang Nord. Zu den Ausstellern aus dem Freistaat zählten landwirtschaftliche Betriebe, Firmen der Ernährungs- und Genussmittelbranche, kleine Direktvermarkter, Verbände, Vereine sowie Landkreise.

Stephan Krauß
Pressesprecher

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